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2.1.06 Kolben

Der Kolben besteht aus einer Leichtmetall-Kolbenlegierung und ist als sogenannter Vollschaftkolben ausgebildet. Der Kolbenboden ist gewölbt und hat zwei Aussparungen, um bei OT-Stellung des Kolbens den geöffneten Ventilen Platz zu geben. Die Abdichtung erfolgt durch zwei Verdichtungsringe aus Sondergußeisen. Außerdem ist noch ein Ölabstreifring vorgesehen.

Der bei der Verbrennung entstehende Kolbendruck wird über den einsatzgehärteten, geschliffenen und geläppten Kolbenbolzen auf die Pleuelstange und von da auf den Hubzapfen der Kurbelwelle übertragen. Der Kolbenbolzen ist durch Seeger-Ringe gegen seitliche Verschiebung gesichert.

Das Kolbenbolzenauge der Pleuelstange ist mit einer Pleuelbuchse aus Bleibronze ausgebuchst. Das Pleuellager ist ein doppelreihiges Zylinderrollenlager, bei dem die Lagerrollen durch einen Elektronkäfig geführt werden. Pleuelstange und Kurbelhälften bestehen aus hochfesten Vergütungsstählen. An die Kurbelwangen, die gleichzeitig als Gegengewichte ausgebildet sind, ist der Kurbelwellenzapfen im Gesenk angeschmiedet. Die Kurbelwelle, bestehend aus den beiden Kurbelhälften und dem Hubzapfen, ist hydraulisch zusammengepreßt. Die Schmierung des Pleuellagers erfolgt durch Drucköl, welches über eine Bohrung in der vorderen Kurbelhälfte nach dem Hubzapfen gefördert wird, wo es über eine düsenartige Ölbohrung das Pleuellager schmiert. Das hier seitlich austretende Öl wird infolge der Kurbeldrehung abgeschleudert und schmiert auf diese Weise die Kolbenlaufbahn des Zylinders.

Auf den hinteren Kurbelwellenzapfen ist das Schwungrad aufgekeilt. Es wird durch eine Sechskantschraube, die durch eine Federscheibe gesichert ist, auf dem Konussitz festgezogen.

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