zum vorherigen Abschnitt

2.1.07 Steuerung

Das Öffnen der Ventile für den Gasein- und- auslaß erfolgt über Kipphebel, Stoßstangen und Stößel von der Nockenwelle aus. Diese erhält wiederum ihren Antrieb von der Kurbelwelle über zwei schrägverzahnte Stirnräder (sogenannte Steuerräder). Das kleine Steuerrad (Ritzel) sitzt fest auf dem vorderen Kurbelwellenzapfen. Das große Steuerrad (Nockenwellenrad) sitzt fest auf der Nockenwelle, die in zwei Schulterkugellagern im Motorgehäuse gelagert ist. Beim Einbau der Steuerräder ist darauf zu achten, daß die Markierungen an beiden Rädern übereinstimmen, anderenfalls ändern sich die Ventilsteuerzeiten (Bild 8).

Bild 8 Antrieb der Nockenwelle
Bild 8 Antrieb der Nockenwelle

Die Ventilsteuerzeiten des AWO- Motors 425 sind im Steuerwinkeldiagramm (Bild 9) dargestellt.

Bild 9 Steuerwinkeldiagramm
Bild 9 Steuerwinkeldiagramm

Das große Steuerrad (Nockenwellenrad) ist auf der Nockenwelle befestigt, die in zwei Schulterkugellagern im Motorgehäuse gelagert ist. Beim Einbau der Steuerräder ist dadurch zu achten, daß die Markierungen an beiden Rädern übereinstimmen, andernfalls ändern sich die Ventilsteuerzeiten. Die Ventilsteuerzeiten des Sport-Motors sind im Steuerwinkeldiagramm (Bild 13) dargestellt.

Die im Gesenk geschmiedete Nockenwelle ist oberflächengehärtet und geschliffen. Zwischen den beiden Steuernocken befindet sich eine Schneckenverzahnung, die zum Antrieb der Ölpumpe dient.

Die hohlgebohrten Ventilstößel aus Hartguß gleiten in Führungsbuchsen aus Stahl. Dieselben sind in das Motorgehäuse fest eingezogen und durch ein Sicherungsblech gegen axiale Verschiebung gesichert. Die Stoßstangen sind aus knickfesten Duralstangen gefertigt. Sie sind an beiden Enden mit Stahlkappen versehen, die in die entsprechenden Kugelpfannen von Kipphebel und Ventilstößel eintreten.

Die hängenden Ventile sind im Zylinderkopf V-förmig angeordnet. Durch die Anwendung von Haarnadel-Ventilfedern wird erreicht, daß auch bei höchsten Drehzahlen ein sicheres Arbeiten der Ventile und somit ein einwandfreier Gaswechsel stattfindet. Das beruht darauf, daß bei Haarnadel-Ventilfedern geringere Massenkräfte auftreten als bei Schraubenfedern. Schraubenfedern neigen dazu, bei Drehzahlsteigerung in Eigenschwingungen zu geraten, wodurch dann das sogenannte Ventilflattern auftritt.

Da das Auslaßventil wesentlich höheren Wärmebeanspruchungen unterworfen ist als das Einlaßventil, werden einmal unterschiedliche Einbauspiele zwischen Ventilschaft und Ventilführung vorgesehen, und zum anderen finden unterschiedliche Werkstoffe für die beiden Ventile Verwendung. Aus diesem Grunde sind Ventile und Ventilführungen für Ein- und Auslaß besonders gekennzeichnet.

Die Einstellung des Ventilspiels wird durch Verstellen einer Druckschraube mit Gegenmutter ermöglicht.

Die Kipphebellagerung im Zylinderkopf ist als Nadellagerung ausgebildet, wobei die Lagernadeln auf gehärteten Lagerbolzen laufen. Zum Ausgleich von etwa auftretendem axialem Spiel der Kipphebel wurde eine Federscheibe in Verbindung mit einigen Distanzscheiben eingebaut, die dieses Spiel automatisch ausgleicht; das trägt mit zur Erzielung der gewünschten Laufruhe des Motors bei.

zum nachfolgenden Abschnitt