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2.22 Kupplung

Die Kupplung ist eine Einscheiben-Trockenkupplung. Sie läuft also nicht im Ölbad, vielmehr ist hier jeder Tropfen Öl schädlich. Das Verölen des Kupplungsbelages setzt den Reibwert sofort fühlbar herab, ein Rutschen der Kupplung ist die Folge. Der ringförmige Kupplungsbelag ist in einem Spezialverfahren auf die Kupplungsscheibe aufgepreßt.

Die Schwungscheibe hat an ihrem Umfang sechs Mitnehmerbolzen und drei Druckfedern. Auf dem Mitnehmerbolzen ist die innere Druckplatte verschiebbar angeordnet. Sie wird durch die drei Druckfedern gegen die Kupplungsscheibe und die äußere Druckplatte gedrückt. Der von den drei Kupplungsfedern erzeugte Anpreßdruck bewirkt die Mitnahme der Kupplungsscheibe und damit die Kraftübertragung vom Motor auf das Getriebe.

Wichtig ist, daß die beiden Druckplatten und die Kupplungsscheibe völlig planparallel sind.

Die innere Druckplatte hat in der Mitte einen gehärteten Einsatz mit einem Vierkantloch. In dieses Loch tritt das ebenfalls mit einem Vierkant versehene Ende der Kupplungsdruckstange.

Das Betätigen der Kupplung erfolgt durch den Kupplungshandhebel, der am linken Lenkerende angebracht ist. Er ist in der üblichen Weise durch einen Bowdenzug mit dem Kupplungshebel am Getriebe verbunden. Dieser Kupplungshebel betätigt über eine verstellbare Druckschraube die Kupplungsdruckstange.

Beim Anziehen des Kupplungshandhebels drückt die Kupplungsstange die innere Druckplatte zurück, wodurch der Kraftfluß unterbrochen wird. Die Druckstange überwindet dabei die Federkraft der drei Kupplungsdruckfedern.

Diese Federkraft wird durch ein besonderes Kupplungsdrucklager am anderen Ende der Druckstange aufgenommen. Das Kupplungsdrucklager sitzt in der sogenannten Einsatzbuchse des Getriebegehäuses. Es ist in den Ölkreislauf des Getriebeschmieröls einbezogen.

Die Kupplungsdruckstange wird durch die hohlgebohrte Getriebeantriebswelle hindurchgeführt und muß deshalb völlig schlagfrei sein.

Für das Einstellen der Kupplung wurden zwei Einstellmöglichkeiten vorgesehen: einmal die Druckschraube des Kupplungshebels am Getriebe und zum anderen die Hohlschraube am rechten Rahmenunterzug.

Bild 23 Nachstellen des Kupplungsbowdenzugs
Bild 23 Nachstellen des Kupplungsbowdenzugs

In der Hohlschraube sitzt das Ende der Bowdenzughülle. Nach dem Lösen der Gegenmutter kann durch Verdrehen der Hohlschraube der Bowdenzug nachgestellt werden (Bild 23). Das Verstellen der Druckschraube am Kupplungshebel zeigt Bild 24.

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Bild 24 Verstellen der Druckschraube am Kupplungshebel
Bild 24 Verstellen der Druckschraube am Kupplungshebel