zum vorherigen Abschnitt

2.3 Fahrgestell

2.31 Allgemeine Beschreibung

Ein verwindungssteifer Stahlrohrrahmen bildet das Rückgrat der AWO 425. Der Rahmen weist einen doppelten Unterzug auf, das heißt, das vordere Rahmenunterteil wird durch zwei Rahmenrohre gebildet, die am Lenkkopfrohr angeschweißt sind und an denen mittels zweier Bolzen der Motorgetriebeblock aufgehängt ist. Die Verbindungsstellen der verschiedenen Rahmenrohre (Knotenpunkte) sind teils autogen, teils elektrisch geschweißt, wodurch eine große Widerstandsfähigkeit gegen die im Fahrbetrieb auftretenden Beanspruchungen erreicht wird. Durch sorgfältig angeschweißte Verstärkungsbleche wurde der Lenkkopf besonders versteift. Darüber hinaus sind die beiden Rahmenunterzüge durch eingezogene Verstärkungsrohre verstärkt. Der kreisförmige Rohrquerschnitt der beiden Rahmenrohre läuft nach dem Lenkkopf hin in einen ovalen Querschnitt aus, der die auftretenden Kräfte noch besser aufnehmen kann.

Der Rahmen wird hinten durch zwei Führungshülsen geschlossen, auf denen die Führungskörper der Hinterradfederung auf- und abgleiten.

Die Verbindung der oberen und der unteren Rahmenrohre wird in der Mitte des Rahmens durch ein eingeschweißtes geprägtes Verbindungsblech hergestellt, an das sich der hintere Kotflügel anlegt. Dieser hat ein Scharnier, wodurch sich nach dem Lösen der Befestigungsschrauben für die Schutzblechstreben der hintere Teil des Kotflügels hochklappen läßt. Durch Aufklappen einer Lasche läßt es sich in dieser Stellung festhalten. Auf diese Weise kann der Radein- und -ausbau ohne Schwierigkeiten vorgenommen werden. Der vordere Teil des Hinterradschutzblechs ist innen durch einen eingelegten Blechstreifen verstärkt, um die bei Soziusbetrieb auftretenden Beanspruchungen aufnehmen zu können.

Der Soziussattel wird auf dem Gepäckträger mit drei Schrauben befestigt.

Für die Anbringung der für Soziusbetrieb notwendigen Fußrasten sind an den unteren Rahmenrohren Augen angeschweißt. Sie haben wie die Fahrerfußrasten eine Kerbverzahnung und erlauben damit die notwendige Abstimmung auf die jeweilige Fahrergröße.

Die Lagerböcke für die Fahrerfußrasten dienen gleichzeitig zur Lagerung des Kippständers. Dieser wird durch eine Zugfeder, die am Getriebe eingehängt ist, in seiner Normallage festgehalten.

Der Kraftstoffbehälter wird auf zwei Gummistreifen auf dem oberen Rahmenrohr gelagert. Seine Befestigung erfolgt mittels zweier Schrauben an zwei Haltern, die an das obere Rahmenrohr angeschweißt sind. Der Kraftstoffbehälter faßt etwa 12 Liter Kraftstoff. Davon können etwa 10 Liter bei "Auf"-Stellung des Kraftstoffhahns entnommen werden und die restlichen 2 Liter bei "Reserve"-Stellung. Der Kraftstoffhahn wird mittels einer Differentialmutter an dem Gewindestutzen des Behälters festgeschraubt. Er läßt sich dadurch in jeder Stellung festziehen.

Der Kraftstoffbehälter ist in zwei Hälften aufgeteilt. Diese werden durch einen Gummischlauch miteinander verbunden. Soll der Kraftstoffbehälter abgenommen werden, so muß zuvor dieser Verbindungsschlauch abgezogen und die beiden Röhrchen müssen verschlossen werden, da sonst der Kraftstoff ausläuft.
Die Werkzeugtrommel ist unterhalb des Fahrsattels mittels dreier Schrauben an den Rahmenrohren und am Verbindungsblech festgeschraubt.

zum nachfolgenden Abschnitt